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Risikomanagement

Ackerbaubetriebe sind mit einer Vielzahl externer und interner Risikofaktoren konfrontiert. Regelmäßig auftretende Ertragsverluste oder Totalausfälle durch Wetterextreme infolge des Klimawandels bilden ein besonders großes Risiko für die mongolischen Landwirte.

Die mittlere Temperatur in der Mongolei ist laut dem UN-Umweltprogramm in den vergangenen 70 Jahren um > 2 °C gestiegen. Damit war der Temperaturanstieg annähernd doppelt so hoch, verglichen mit dem globalen Durchschnitt. Negative Folgen des Klimawandels sind die deutliche Abnahme der Biomasse auf den natürlichen Grünlandflächen und eine zunehmende Desertifikation sowohl auf den Grünland- als auch den Ackerflächen. Die Anzahl der Tage mit Staubstürmen in der Mongolei hat in den vergangenen Dekaden signifikant zugenommen.

Im Verlauf der beiden ersten Projektphasen des DMKNL traten insbesondere in den Jahre 2015 und 2017ausgeprägte Trockenphasen auf. Pflanzen- und Tierbestände litten während der ohnehin sehr kurzen Vegetationsperiode (Mai-September) unter anhaltender Dürre und hohen Temperaturen. Die Weizenerträge lagen fast 50 % unter denen früherer Jahre. Die mongolische Regierung, Agrarwissenschaftler und Landwirte stehen vor der Herausforderung geeignete Anpassungsstrategien zu entwickeln um die Auswirkungen von Klimawandel und Extremwetterlagen für die mongolische Landwirtschaft zu mindern. Dabei konzentriert sich das DMKNL u.a. auf folgende Fragen:

  • Wie wirkt sich Klimawandel in der Mongolei auf die Landwirtschaft und hier insbesondere auf den Ackerbau aus?
  • Wie können landwirtschaftliche Betriebeihre Produktion an veränderte klimatische Bedingungen anpassen?

Der wirtschaftliche Erfolglandwirtschaftlicher Betriebe hängt darüber hinaus in erheblichem Maß vom innerbetrieblichen Management sowie den agrarpolitischen und agrarmarktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. In diesem Zusammenhang stellen sich die Fragen:

  • Mit welchen einzelbetrieblichen Risiken sind die Ackerbaubetriebe konfrontiert und wie lassen sich diese minimieren?
  • Welche Bedeutung haben Risiken auf agrarpolitischer, makroökonomischer und institutioneller Ebene?